Neue Gruppenangebote der AWO-Krebsberatung starten im September
Männer gehen anders mit der Diagnose Krebs um – am 23. September beginnt bei der AWO Hamburg eine Gesprächsgruppe für krebserkrankte Männer, die sich in einem geschützten Rahmen mit ihrer Erkrankung auseinandersetzen und einen verbesserten Umgang finden möchten. „Männer sind bezüglich der eigenen Erfahrung von Krankheit oftmals zunächst ‚sprachlos‘ und neigen daher dazu, vieles mit sich selbst abzumachen“, weiß Psychoonkologe Thomas Becker aus seiner Arbeit in einer Rehaklinik. Laut dem neuen Mitarbeiter der AWO-Krebsberatung geht es daher für Männer häufig zunächst darum, für das eigene Erleben Worte zu finden: „In der neuen Gruppe suchen wir dann Wege, wie sich jeder über seine Bedürfnisse klarer werden kann.“ Auch die eigene – möglicherweise veränderte – familiäre oder berufliche Rolle können die Teilnehmer thematisieren und für sich neu gestalten oder entdecken. „Wir geben uns gemeinsam Anregungen, welche Unterstützung dem Einzelnen gerade in dieser Situation helfen könnte“, gibt Becker einen Ausblick auf die Arbeit in der Gruppe. Sie wird ab dem 23. September an sieben Terminen alle zwei Wochen donnerstags von 17 bis 19 Uhr in der Landesgeschäftsstelle (Rothenbaumchaussee 44) stattfinden.
Ebenfalls alle zwei Wochen donnerstags von 17 bis 19 Uhr startet ab dem 16. September eine Gesprächs- und Übungsgruppe mit dem Titel „Integration in den Alltag“. Sie richtet sich an Menschen, die nach der Krebserkrankung die medizinischen Therapien abgeschlossen haben. „Häufig erleben Menschen, die bei der onkologischen Rehabilitation erste Schritte der Krankheitsbewältigung gegangen sind, die Zeit der Verarbeitung dort als nicht ausreichend“, sagt AWO-Beraterin Solveig Haubold. „In der neuen Gesprächs- und Übungsgruppe können sie ihre Erfahrungen vertiefen.“ Geplant sind sieben lösungsorientierte Gruppensitzungen zu typischen Themen, die nach einer Krebserkrankung die Betroffenen bewegen: das soziale Umfeld, Stress, Schlafprobleme, Lebensfreude oder die eigene Bedürfnisse. Bei der jeweils nächsten Gruppensitzung wird geschaut, ob die Integration in den Alltag geklappt hat.
Die AWO unterstützt seit 1982 mit dieser in Hamburg einmaligen Anlaufstelle Krebskranke und ihre Angehörigen dabei, mit der Krankheit und ihren Folgen umzugehen. Das Angebot ist kostenfrei, die Beratungsstelle wird von der Hamburger Gesundheitsbehörde finanziert. Ratsuchende können kurzfristig und ohne bürokratischen Aufwand eine oder auch mehrere Beratungen bekommen – je nach Wunsch entweder telefonisch oder persönlich in der Landesgeschäftsstelle der AWO. Neben den beiden genannten neuen Gruppe gibt es bereits fortlaufende Gruppen zur Entspannung sowie für Angehörige von Krebserkrankten.
Mehr Informationen zu den Gruppenangeboten und zur Krebsberatung
Kontakt:
AWO-Krebsberatung
Solveig Haubold und Thomas Becker
Witthöfftstraße 5-7
22041 Hamburg
Tel: 040 - 41 40 23 - 30
krebsberatung@awo-hamburg.de
