Tarifabschluss beim AWO-Landesverband Hamburg: Sechs bis acht Prozent mehr Lohn für die Beschäftigten
In dem neuen Tarifvertrag wurde auch für Auszubildende eine Jahressonderzahlung vereinbart. Bei der AWO beschäftigte Mütter und Väter in der Elternzeit können zudem künftig an Qualifizierungsmaßnahmen teilzunehmen, um nicht den fachlichen Anschluss zu verlieren.
ver.di-Verhandlungsführerin Angelika Detsch: „Mit der angekündigten Lohnsteigerung werden die Beschäftigten die längst überfällige Aufwertung ihrer Arbeit erfahren. Der AWO-Landesverband erweist sich mit dem Tarifabschluss als berechenbarer und attraktiver Arbeitgeber, der Sozialpartnerschaft lebt und dafür bewusst den Konkurrenznachteil tariflich abgesicherter Löhne und Gehälter in Kauf nimmt.“ AWO-Landesgeschäftsführer Claus Gotha: „Wir freuen uns über die Einigung – steigende Anforderungen an die soziale, pädagogische und erzieherischen Arbeit müssen sich auch beim Lohn niederschlagen. Wir möchten mit diesem Abschluss dazu beitragen, dass der gesamte Berufszweig den Stellenwert bekommt, den er verdient hat.“
Deutlich wurde in den Verhandlungen, dass die Refinanzierung sozialer Dienstleistungen – insbesondere in der Kinder- und Jugendarbeit – nicht ausreicht. Detsch und Gotha appellieren angesichts der laufenden Gespräche der Sozialbehörde mit den Trägern von Einrichtungen über den Haushalt für soziale Dienstleistungen gemeinsam an den zuständigen Senator: “Ein Tariflohn darf kein Konkurrenznachteil sein – gute Arbeit braucht guten Lohn. Beschäftigte, Träger, aber auch die Eltern wollen gute Qualität zu fairen Preisen. Die gibt es aber nicht zum Nulltarif.“

