Märchenfiguren zum Anfassen beim Jubiläum der AWO-Kita Stoltenstraße

27.06.2017 - 10:11
Junge Geflüchtete wollen ankommen.
Das Team des AWO-Fachbereichs Kinder, Jugend und Familie mit Kitaleiterin Marlies Hennings (2.v.r.)

20 Jahre besteht die Kita in der Stoltenstraße, die von Horn nach Marienthal führt. Am 1. Januar 1997 wurde die Kindertagesstätte eröffnet. Mehr als 90 Kinder werden heute in drei Elementar- und einer Krippengruppe bis zu 12 Stunden täglich betreut. Mittendrin: Acht Kinder mit besonderem Förderbedarf. Für das Wohlergehen aller Kinder sorgen 17 pädagogische Fachkräfte, eine Verwaltungs- sowie eine Küchenangestellte und natürlich AWO-Kitaleiterin Marlies Hennings. Sie betont: „Wir sind für die Familien und ihre Kinder in diesem Wohngebiet da. Der familiärer Charakter unserer Einrichtung, die direkt in die Nachbarschaft eingebettet ist und die damit verbundenen kurzen Wege machen uns aus.“ Feste Bezugspersonen schafften Sicherheit und seien die Voraussetzung, um Freiheit zu erleben und sich frei entfalten zu können.

Am 23. Juni 2017 feierten Kinder und ihre Familien, Kooperationspartner und AWO-Mitarbeitende nachmittags ein fröhliches Fest: Es gab ein Marionettentheater, eine Tombola, bei der jedes Los gewann, Sing- und Tanzdarbietungen der Kitakinder sowie kreative Luftballonaktionen. Eine besondere Attraktion waren lebende Märchenfiguren, wie z.B. aus „Arielle, die Meerjungfrau“. Sie mischten sich unter die Gäste und posieren für Fotos und Selfies. Popcorn, Eis und von den Eltern selbstgemachte Speisen sorgten für den kleinen und großen Hunger.

Der Kindergarten habe sich vor allem der Natur- und Bewegungspädagogik verschrieben, erklärt die Leiterin. Zum Laufen, Toben und Springen steht den Kindern ein naturnah gestaltetes Außengelände zur Verfügung. Zudem erobern die Kinder regelmäßig zusammen mit Fachkräften die Natur, beispielsweise im nahen Wandsbeker Gehölz. Regelmäßige Waldtage und Streifzüge führen sie ebenfalls in die Umgebung. „Wir merken schnell, welche Kinder es gewöhnt sind, draußen zu spielen“, stellt AWO-Betreuerin Stephanie Seidensticker fest. „Aber auch die anderen lernen rasch, über Äste zu springen, mit Zweigen kleine Kunstwerke zu bauen oder welche Käfer so rumkrabbeln.“ Die Erzieherin ist zusammen mit zwei weiteren Kolleginnen seit 20 Jahren dabei. Sie erinnert sich noch, wie alles begann: „Etwa zwei Jahre nach der Eröffnung hatte ein Brand komplett alles zerstört. Durch die gute Nachbarschaftshilfe gelang es uns aber rasch, den Betrieb wieder aufzunehmen. Diese Unterstützung ist bis heute zu spüren. Auch am diesjährigen Jubiläumsfest haben sich Eltern rege beteiligt und für das tolle Kuchen- und Grillbuffet gesorgt.“

Die Stärken der Kinder zu entdecken und die Schätze zu heben, die in jedem Kind schlummern, ist dem Kitateam besonders wichtig. Zwei zertifizierte Referentinnen führen das Eltern-Programm „Schatzsuche“ in Kooperation mit der Hamburgischen Arbeitsgemeinschaft für Gesundheitsförderung e.V. (HAG) durch. Mütter, Väter oder andere Bezugspersonen begeben sich mithilfe kreativer Methoden und Materialien auf die Reise zu den Kraftquellen und Fähigkeiten ihres Kindes.

„Wir geben den Kindern Freiraum für Bewegung und eigenes Erleben in einem geschützten Rahmen. Kinder, aber auch Eltern finden hier zu sich und zum Wesentlichen im Leben“,  erklärt die Leiterin das Selbstverständnis der Jubiläums-Kita.

Die AWO-Einrichtung hat auch künftig noch viel vor: In dem erst kürzlich hinzugewonnenen zweiten Stockwerk wird ein Elterncafé für noch mehr Austausch sorgen.

 

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